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BUND Kreisgruppe Nordfriesland

Niebüll: Bebauungsplan Nr 65

22. August 2019

Unsere Stellungnahme zum Bebaungsplan 65 der Stadt Niebüll zwischen Gather Landstraße, B5 und Gewerbegebiet Ost

Aufstellung Bebauungsplan Nr. 65 und 16. Änderung Flächennutzungsplan Stadt Niebüll
(Es handelt sich um die 45 ha große Fläche zwischen Gather Landstraße, B5 und Gewerbegebiet Ost)
Hier: Frühzeitige Beteiligung, Stand August 2019

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in Schleswig-Holstein erkennt in dem vorgelegten Entwurf nicht den politischen Willen eines visionären Umgangs mit den zukünftigen Herausforderungen, wie z.B. Klimaschutz, Nachhaltigkeitsstrategien und Flächenverbrauch.

Neuzubauende Wohneinheiten und Gewerbebauten müssen grundsätzlich dem Gebot einer nachhaltigen und energieneutralen Ausführung unterworfen werden. Um dies umzusetzen, sind neue architektonische Maßstäbe zu setzen. So ist u.a. konsequent eine quartiersnahe Energiegewinnung mit einer Nahwärmeversorgung und ebenso eine konsequente Eingrünung von großflächigen Fassaden und Flachdachflächen umzusetzen. Eine energetische Dachnutzung mit Photovoltaik und Solarthermie muss für Neubauten verpflichtend sein. Auch begrünte Flachdächer können zur Energieerzeugung genutzt werden. Die Firstrichtungen sind konsequent solarenergiefreundlich in Ost-West-Richtung auszurichten.

Der BUND begrüßt, das Gebiet durch Grünzäsuren mit Wasserflächen zu strukturieren. Es ist darauf zu achten, dass die Uferböschungen abgeflacht ausgeführt werden, damit ökologisch wertvolle Flachwasserbereiche entstehen. In naturnaher Ausprägung haben Grünzäsuren als Biotop-Vernetzungselemente eine unverzichtbare Funktion. Die klimatischen und ökologischen Funktionen können Grünzäsuren umso besser erfüllen, je naturnäher sie gestaltet und gepflegt werden. Außerdem dienen sie der Naherholung und bilden unverzichtbare Naturerlebnisräume für Kinder, deren zunehmender Naturentfremdung sie entgegenwirken.

Der BUND gibt zu Bedenken, dass durch die großflächige Ausweisung von Gewerbeflächen es zur Standortverlagerung bestehender Firmen von umliegenden Dörfern nach Niebüll kommt und damit einhergehend wohnortnahe Arbeitsplätze in den Dörfern verloren gehen, was zu einem erhöhten Pendlerverkehr und einer strukturellen Schwächung der Dörfer führt.

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